Der Stamm der Lognai

Die Lognai (auch Landoudioer oder Lander genannt - Menschen von der Logana = der Lahn) sind ein Stamm aus dem Stammesverbund der Katten, auch  Chatten geschrieben. Sie werden ohne jegliche ethnologische Veränderung  zu den "nordindogermanischen" Stämmen gezählt. Die Katten wurden ehemals auch als "Irminonen" bezeichnet.
Was auf eine Herkunft aus den  Küstenregionen des Kattegats hindeutet. Damit gehören die Katten zu den  urgermanischen Stämmen der sogenannten "Seegermanen". Sie kamen ungefähr 100 v. Ch. und siedelten im Lahn - Dill - Bereich.
Erstmals erwähnt  wird dieses Gebiet in der Geographie des Griechen Strabon unter der  Bezeichnung Landi. Um 150 n. Ch. nennt Ptolemäus in seiner Geographike  Hyphegesis das Volk der Landoudioer. Noch im 4. Jahrhundert findet die  Stammesbezeichnung in den unterschiedlichen Formen Langiones, Lanciones, Longiones, Logiones, Lander und Lognai Erwähnung. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts gerieten sie, wie alle Katten, unter die Oberhoheit der  Franken.
Das Gebiet der Lognai und der anderen kattischen Stämme diente den Franken anschließend als Ausgangsbasis für Feldzüge gegen die  nördlich siedelnden Sachsen, die immer wieder in kattisches und  fränkisches Gebiet eindrangen. Eine gewisse Teilautonomie der Katten  gegenüber den Franken führte dazu, dass sich ihr Stammesname in abgewandelter Form bis heute halten konnte.
Aus der Eingliederung in das fränkische Stammeskönigtum resultierte allerdings auch, dass aus dem  Siedlungsgebiet der Katten bzw. Hessen im Frühmittelalter kein eigenes  Stammesherzogtum hervorging. In einem Sendschreiben Papst Gregors III.  an Bonifatius aus dem Jahr 738 n.Ch. wird von mehreren Kleinstämmen auf  dem Gebiet der Katten berichtet. Genannt wurden neben dem Populus  Hessiorum an der unteren Fulda, den Nistresi auf der Korbacher  Hochfläche, die Lognai im mittleren und oberen Lahntal. Wenn man die  Lognai - Menschen von der Logana / der Lahn - wie oben schon erwähnt nun in die Beziehung stellt mit der Bildung der Gaue(Lahngau), gibt es die Lognai heute noch.

Noch zu erwähnen wäre die endgültige Besiedlung des Westerwald’s durch die Katten.
Durch das Eindringen der Katten (Chatten (Hessen)) nach der Vertreibung der Römer im 3. Jahrhundert n. Chr. kann auf Grund von Endungen der Siedlungsnamen wie "-ar, -mar "und" -aha" („Haigraha“ = Haiger - Seckaka = Seck) auf die Territorialgeschichte geschlossen werden welche noch aus der Völkerwanderungszeit stammt. Diese ersten Siedlungen der Katten lagen in der Peripherie des Westerwaldes in Boden- und Klimagünstigen Becken und Tälern. Als weitere Beispiele können die Städte Hadamar, Lahr und Wetzlar gesehen werden. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert entstanden die Siedlungen der Landnahmezeit in unwegsamere Gebiete, mit Endungen auf "-ingen" und "-heim", wie Bellingen und Bladernheim; diese liegen auf den weiten Hochflächen des Oberwesterwaldes.