Die Hermunduren

Der Stamm der Hermunduren ist ein germanischer Volksstamm, der zur Gruppe  der Elbgermanen zählt und im Gebiet des Oberlaufs der Elbe siedelte. Bei der Völkerwanderung kamen sie entlang der Saale. In Thüringen werden  archäologische Funde von Fibeln, eisernen Waffen, Terrinen, Schalenurnen und Rädchen verzierten Keramikteilen als Hermundurisch gedeutet. Sie  wanderten vermutlich von der Elbe her allmählich nach Süden und  Südwesten und drängten die dort siedelnden Veneto-Illyrer und Kelten über den Thüringer Wald ab, sofern sie sich nicht mit ihnen vermischten.
Im Jahre 58 n. Chr. wird von einem hermundurischen Sieg über die Katten in der legendären Salzschlacht berichtet, in der es wahrscheinlich um  die Salzquellen an der Werra oder der Saale ging. Zuletzt erhält man 166 n. Chr. bis 180 n. Chr. Kenntnis von der Teilnahme der Hermunduren an  den Markomannenkriegen auf Seiten der aufständischen Markomannen und  Quaden gegen Marcus Aurelius.
Im 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. wanderten Angeln und Warnen von Norden in das Siedlungsgebiet der Hermunduren ein.
Diese Stämme bildeten den Stammesverbund der Thüringer. Noch um 800 wird das von den fränkischen Besatzern aufgezeichnete  Gesetzeswerk der Thüringer als Lex Angliorum et Werinorum hoc est  Thuringorum bezeichnet.

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